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<pre>Zahlen lügen nicht und daher sind auch wir Wettfreunde der Meinung, dass die Trauben im Weser Stadion für die Hannoveraner einmal mehr zu hoch hängen werden.  <p> Es war ein Lebenszeichen des HSV — völlig überraschend zeigte der Trainerwechsel Wirkung und die Spieler wirkten voller Tatendrang. Lange gaben die Rothosen am vorigen Spieltag gegen Hertha den Ton an und gingen sogar in Führung, doch mussten sie sich am Ende dennoch mit 1:2 geschlagen geben.  <p>  Werder ist zwar momentan das zweitschlechteste Heimteam der Bundesliga, aber aus den jüngsten vier Heimpartien gab es zwei Siege und zuletzt zwei Remis in Folge. Werders bislang letzte Heimpleite stammt aus dem Oktober und war ein 0:3 gegen Augsburg. <p> Neben dem wie gewohnt treffsicheren Pierre-Emerick Aubameyang, der in der vergangenen Woche innerhalb von vier Tagen zwei Dreierpacks schnürte und wettbewerbsübergreifend nunmehr bei 20 Toren hält, hat sich zuletzt auch Marco Reus wieder zurückgemeldet. <p>  Nachdem den ersten sechs Auftritten sensationelle fünf Siege und ein Remis entsprangen, ging dem Höhenflug lediglich zum Ende der Hinrunde kurzzeitig die Puste aus — gegen Leverkusen und den FC Bayern hatte es jeweils nicht ganz überraschende Niederlagen gesetzt.  </pre>


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<pre>Dabei war es zugegebenermaßen aber vor allem auch der Schwäche der Stuttgarter zu verdanken, dass dem Ausflug ins Ländle ein ungefährdeter 2:0-Erfolg entsprang — weshalb es dann unmittelbar nach dem Abpfiff auch dem seit Wochen erfolglosen Hannes Wolf an den Kragen ging.  <p> Aufgrund der extremen Heimschwäche kam es schließlich keineswegs von ungefähr, dass sich Werder ausgerechnet in der Fremde mit einer starken Moral in den Vordergrund spielte: Ist auswärts immer mal ein großer Auftritt drin, geht dem Team die Siegermentalität an der Weser praktisch vollständig ab.  <p>  Das lässt sich auch statistisch belegen: In der kurzen Korkut-Ã„ra sank die Anzahl an zugelassenen Torschüssen (von 13,3 auf 11,1 pro Partie), Torchancen (von 5,4 auf 4,8) und Gegentoren (1,3 auf 0,75). Dagegen stieg die Verwertung der Torchancen deutlich an (von 16,5 auf 29,2 Prozent). <p> – Mit einem weiteren gehaltenen Elfmeter machte sich auch Ralf Fährmann entscheidend um den Sieg gegen die Wölfe verdient. <p>  Diese optimistische Rechnung wird aber nur aufgehen, wenn der aktuell in Besitz befindliche siebte Tabellenplatz auch bis ins Ziel gerettet wird, was insbesondere mit Blick auf die mit beachtlicher Geschwindigkeit anrollenden Stuttgarter durchaus noch ziemlich knifflig werden kann.  </pre> 


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<pre> Als sich Bremen und Dortmund zuletzt im Weserstadion gegenüberstanden, dümpelten beide Mannschaften im Tabellenkeller umher.  <p> Die Bilanz spricht für die Dortmunder, die sich zwei Mal durchsetzen konnten, 2013 und 2014 jeweils als Heimmannschaft. Die Bayern mussten sich bisher mit einem Erfolg über den BVB zufrieden geben: vor vier Jahren gab es in München einen 2:1-Sieg.  <p>  Allerdings kamen sie damit gemeinsam nicht an die Topmarken von Lewandowski und Aubameyang heran, weshalb es fraglich ist, ob sie Kampf um die Torjäger-Kanone eine ernsthafte Rolle spielen können. <p>  Die bemerkenswerte Stabilität der Abwehr ist dann auch zu den schlagkräftigsten Argumenten zu zählen, mit denen Werder im weiteren Saison-Verlauf wuchern kann: In der Endabrechnung wird eine derart stabile Defensive traditionell fast immer mit einer (mindestens) akzeptablen Platzierung belohnt. <p>  Außer den Schwaben selbst glaubt daran jedoch aktuell niemand mehr. Erst recht, weil die Wölfe nach wochenlanger Talfahrt wieder im Aufwind scheinen. Darauf lässt zumindest der jüngste Auswärtssieg in Hamburg (1:0) schließen.  </pre>


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<pre> Nichtsdestotrotz macht sich nach der verheerenden Vorsaison auch auf Schalke so etwas wie Aufbruchsstimmung breit. Dies liegt jedoch in erster Linie am neuen Coach, der mit seiner hemdärmeligen und volksnahen Art perfekt nach Gelsenkirchen zu passen scheint.  <p> Obwohl sich die TSG in der Auswärtstabelle noch immer auf einem mehr als ordentlichen dritten Rang platziert, setzte die entsprechende Performance in den letzten Wochen zum Sinkflug an. Nach acht ungeschlagenen Partien kam das Team zuletzt in Leipzig und Wolfsburg gleich zwei Mal zu kurz.   <p> Zwischen dem 2Juni (Köln, Hannover) und dem Juli (Leverkusen) kehren die 18 Mannschaften der Bundesliga zur gewohnten Ordnung zurück: <p>  Mit dem 0:1 bei der TSG Hoffenheim konnten die Stuttgarter auch das neunte und letzte Auswärtsspiel der Hinrunde nicht gewinnen und bleiben damit in der Fremde nicht nur sieglos sondern auch das schlechteste Gastteam der Bundesliga.  <p> Nachdem es unlängst bereits in München und auf Schalke böse Schlappen setzte, dürften nun auch die formstarken Hoffenheimer nur schwerlich einzufangen sein — denen mit einem deutlichen Sieg sogar aus gänzlich eigener Kraft der erstmalige Sprung in die europäische Königsklasse winkt.  </pre>


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<pre> Ansonsten gab es jedes Mal nur auf die Mütze für den viermaligen Deutschen Meister. Und der einsame Erfolg wurde gegen die Kickers Emden, einen niedersächsischen Landesligisten, in einem freundschaftlichen Vergleich geholt.  <p> Wer um die akribische Arbeitsweise von Roger Schmidt weiß, muss sich deshalb wohl nicht weiter sorgen, dass es in gar nicht so ferner Zukunft besser wird — und bis dahin ist es für die Werkself absolut legitim, auch einmal mit etwas weniger ansehnlicher Maloche an die benötigten Punktgewinne zu kommen.  <p>  Deren katastrophale Tabellensituation ist nämlich nicht zuletzt jenem Umstand geschuldet, dass den jüngsten vier Heimspielen gegen direkte Konkurrenten (Hoffenheim, Darmstadt, Mainz, Bremen) nur ein mickriges Pünktchen entsprungen ist. <p>  Nach dem Spiel gegen Mainz dachten viele, dass der VfL Wolfsburg mit Bruno Labbadia tatsächlich einen Trainer geholt hatte, der dank des Trainereffekts doch noch den Abstieg abwenden könnte. Bereits eine Woche später sieht die Lage wieder düster aus.  <p> Am 2Spieltag treffen sie sogar aufeinander und es ist für beide eine enorm wichtige Partie.  </pre>


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